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Wenn die Menschen nur über 
das sprächen, was sie begreifen,
dann würde es sehr still 
auf der Welt sein.

Albert Einstein

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Rommel Piste

 

Mitten in Tunesien gelegen findet man die nicht im 2. Weltkrieg errichtete "Rommel Piste". 2002 entdeckten wir diese landschaftlich wirklich beeindruckende Straße eigentlich durch reinen Zufall. 

Bereits in der Hälfte der Straße waren wir uns sicher, dass dies ein Relikt aus dem 2. Weltkrieg sein musste. Aus meinen bisherigen Reisevorbereitungen und der Tatsache heraus, dass mich Geschichte schon immer sehr interessiert hat, vermutete ich gleich, dass wir uns auf der berühmten "Rommel Piste" befanden, welche man in vielen Reiseberichten fand.

Heute wissen wir, dank einem aufmerksamen Leser dieser Seite, dass die Piste durch das Militär erst 1956-57 angelegt wurde - hier ein herzliches Danke an den aufmerksamen Leser Jean Przybylski !

Jean Przybylski war weiters so nett, mir die echte Geschichte der "Rommel Piste" sowie einige historische Bilder zusammen zu stellen, welche nun hier zu finden ist. 

 

Historischer Rückblick:

 

Die Piste wurde 1955-1956 von der damals noch stark vertretenen französischen Armee durch die 2. Kompanie des siebenten Pionierbataillon gebaut. Die bei Gabes stationierte Pionier Einheit war vor allem mit der Erhaltung verschiedenster Wege in der Gegen des Jebel Iadb, Tamerza so wie der Errichtung einer Verbindung aus dem im Süden nahe Tozeur/ Aioun Ameur gelegenen Bortal Fakher nach Redjef beschäftigt.  Hintergrund war eine schnellere Erreichbarkeit der Region durch das Militär um die aus Algerien einsickernden Einheiten der Widerstandbewegung FLN abzufangen, sowie deren Nachschub an Waffen zu unterbinden. Im März 1956 wurde die von der Armee unter Mithilfe von zivilen Arbeitern errichtete Piste, deren Arbeitsverträge alle 2 Wochen erneuert wurden, fertig gestellt. 

 

Nachfolgend einige Bilder welche Jean Przybylski zur Verfügung gestellt hat, sowie einige Aufnahmen von mir aus der jüngeren Zeit. Bis auf wenige Stellen ist die Piste auch heute noch in einem Top Zustand. Ich freue mich bereits heute auf die nächste Reise in dieses Gebiet, wo ich mir diese Route sicherlich unter einem neuen Blickwinkel ansehen werde. 

 

Die originalen französischen Texte sind von Jean - ich hoffe, ich habe Sie einigermaßen korrekt übersetzt.

 

Wer ist Jean Przybylski? Woher kennt er diese Details? Für die letzten Zweifler unter euch, Jean Przybylski war beim Bau dabei und bei der 2. Kompanie der Pioniere in Redeyef stationiert. 

"J'ai participé à la construction de cette piste, pendant mon service légal, comme S/s Lt. chef de section, à la 2ième Compagnie du 1/7 Bon du génie, stationnée à Redeyef."

 

 

             

Barrage obstrué par des pierres, probablement en janvier 57       /           Le même aujourd’hui !

Le petit barrage construit fin 56 début 57

 

  

Le camp de base d’Aïoun Ameur  Google : 34° 19’ 26.25’’ N  8° 10’ 20.65’’ E

La chaussée de gauche est provisoire

Construction  de la chaussée submersible.   Google: 34°19’ 51.32’’ N    8°10’ 57.06’’ E

 

 

 

 

 

 

Un peu plus haut sur la piste

 

Photos toutes prises en 1956

 

 

Des GMC benne remontent la piste

 

Des explosions de mines

 

 

 

Chantier nord – Mise en place des explosifs

 

Historique de la piste

Cette piste a été réalisée en 1955-1956 par l’armée Française, et notamment par la 2 ième Compagnie du 1/7° bataillon du génie. Le commandement du bataillon était cantonné à Gabès, et la 2 ième Compagnie à Gafsa. Celle-ci avait pour mission l’entretien de nombreuses pistes dans la région du djebel Biada, de Tamerza, et l’ouverture d’une piste partant du Bortal Fakher au sud de Redeyef, et rejoignant la plaine de Tozeur près d’un lieudit : Aïoun Ameur. Cette piste devait répondre à un besoin militaire, c'est-à-dire permettre aux unités stationnées à Redeyef de rejoindre rapidement la plaine afin d’y intercepter les caravanes d’armes, ainsi que les éléments du FLN Algérien transitant dans la chaîne de djebels. 
En mars 1956, pour accélérer les travaux, une section de la 2 ième Compagnie s’est installée près d’Aïoun Ameur et a attaqué la piste par le sud. Fin avril 1956, la jonction a été réalisée, et la piste devenue opérationnelle.
Pour les travaux de terrassement, et en plus de ses personnels, l’armée a employé des civils dont l’embauche était renouvelée tous les quinze jours. L’armée utilisait d’ailleurs le terme de « chantiers de charité ». Le personnel civil venait de Redeyef pour le tronçon nord, et de Chébika pour le tronçon sud.
En février 57 le 1/7° Bon du génie quitta la Tunisie. 

 

Und so sieht es heute auf der Piste aus:

 

Blick in Richtung Chot

 

 

 

Pause auf der Piste

 

 

Ca. 90% der Piste sind noch immer in einem sehr guten Zustand - sehr hohe Qualität! 

 

Gut zu erkennen die Betonplatten

Blick in Richtung Redjef. Im 1/3 von Links am tiefsten Punkt führt die Straße auf die Anhöhe

Die schwer beschädigte Straße am Ende der Piste, Aufnahme 2007. 2010 sah es noch immer so aus.

 

 

 

 

 

kaum  zu glauben, aber hier geht eine Straße nach Redjef

 

 

 

 

 

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